

Die Pro-Kopf-Menge an Kehricht und Sperrgut ist über mehrere Jahre hinweg leicht rückläufig, das heisst, pro Kopf wird weniger Abfall der thermischen Verwertung zugeführt. Da die Region Luzern aber stark wächst, nimmt die Gesamtmenge leicht zu – die kleinere Pro-Kopf-Menge wird durch das Bevölkerungswachstum kompensiert.

Beim Grüngut lässt sich kein eindeutiger Trend feststellen. Die jährlichen Mengen werden primär vom Wetter beeinflusst und unterliegen daher natürlichen Schwankungen.

Beim Wertstoff Papier zeigt sich hingegen ein klar rückläufiger Trend. Trotz wachsender Bevölkerung gehen die Sammelmengen deutlich zurück. Beim Karton hingegen kam es im Jahr 2020 zu einer markanten Zunahme, welche unter anderem mit dem stark gestiegenen Onlinehandel zusammenhängt.

Bei Glas sowie Alu/Weissblech lassen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie erkennen: Die Glasmenge erreichte während der Corona-Zeit einen Höchststand. Seither sind die Mengen jedoch wieder rückläufig. Aluminium und Weissblech verzeichnen insgesamt steigende Mengen, ebenfalls mit einem Höhepunkt während der Pandemie. Der Anstieg der Sammelmengen dürfte zudem im Zusammenhang mit dem Trend hin zu leichteren Verpackungen – in diesem Fall Getränkeverpackungen ohne Glas – stehen.

Beim Kunststoff ist derzeit eine Stagnation festzustellen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die separate Sammlung erst seit 2022 erfolgt. Mit der Totalrevision der Verordnung über Getränkeverpackungen und der Einführung einer subsidiären Rücknahmepflicht für Inverkehrbringer ist ab 2027 mit einem deutlichen Mengenanstieg zu rechnen. REAL hat hier mit dem Zentralschweizer Kunststoffsammelsack Pionierarbeit geleistet und bereits vor der gesetzlichen Pflicht einen wichtigen Beitrag zur Separatsammlung geleistet.
Im Jahr 2025 fand erstmals eine ganzjährige Sammlung von Textilien statt, wobei im Verbandsgebiet von REAL rund 1’500 Tonnen erfasst wurden, was den prognostizierten Mengen sehr genau entspricht.


