Kläranlagen (und oft auch das Kanalisationsnetz) sind in der ganzen Schweiz auf den doppelten Trockenwetteranfall dimensioniert. Folglich kommt es zu Entlastungen, wenn die Menge des zufliessenden Abwassers grösser ist, als die Anlagen bewältigen können.
Das passiert vor allem bei starken oder langanhaltenden Regenfällen in Mischwassersystemen, wo Schmutz- und Regenwasser gemeinsam im Kanal geführt werden. Diese Ereignisse führen zu Überlastungen des Systems, so dass das durch den Regen verdünnte Mischwasser nicht nur auf der ARA, sondern auch an diversen weiteren Stellen des Kanalnetzes entlastet werden muss.