

Beim Anschluss der ARA Udligenswil ans Kanalisationsnetz der ARA Buholz im Jahr 2022 verlangte der Kanton Luzern, dass der Gewässerzustand im Würzenbach unterhalb der Hochwasserentlastung untersucht wird. Es sollte geklärt werden, ob die installierten Massnahmen in der Hochwasserentlastung wie der neue Horizontalrechen und die Grösse des bestehenden Regenbeckens ausreichend sind.
Hintergrund der Untersuchung war die deutliche feststellbare Belastung des Würzenbachs in den Jahren vor dem Anschluss. Bei Regenwetter waren Kolmation und Eisensulfid im Bereich der Hochwasserentlastung feststellbar. Die Kolmation dürfte auf die fehlende Hochwasserdynamik sowie auf die Einleitung von Feinsedimenten von Strassen und anderen Quellen zurückzuführen sein. Das Vorkommen von Eisensulfid deutet auf ein langfristiges Überangebot an Nährstoffen hin. Zudem wurden unterhalb der Hochwasserentlastung vereinzelt Rückstände aus der Siedlungsentwässerung festgestellt.
Obwohl der Würzenbach durch diffuse Einträge aus dem Einzugsgebiet weiterhin einer gewissen Grundbelastung ausgesetzt ist, belegen die aktuellen Untersuchungsergebnisse, dass während der Erfolgskontrolle keine negativen Auswirkungen der Hochwasserentlastung auf den «Äusseren Aspekt» (Kolmation, Eisensulfid, Abfälle) oder auf die Lebensgemeinschaft nachgewiesen werden konnten. Die Einleitung des Abwassers aus der Hochwasserentlastung der ARA Udligenswil hat somit keinen messbaren Einfluss auf den Würzenbach. Die Anforderungen an die Wasserqualität werden erfüllt.
Bei einer unzulässigen Mehrbelastung wäre die Gemeinde Udligenswil verpflichtet gewesen, ein zusätzliches Regenbecken zu errichten. Dank der neuen Lösung können die Vorgaben der Gewässerschutzverordnung eingehalten werden. Mit dem Anschluss an die ARA Buholz von REAL wurde somit der gewässerökologische Zustand des Würzenbachs und letztlich auch des Vierwaldstättersees nachhaltig verbessert.


