Medienmitteilung

REAL setzt neue Standards im Gewässerschutz

Am Dienstag, 25. November 2025, fand auf der ARA Buholz in Emmen die Eröffnungsfeier für die neuen Regenbecken und die vierte Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen statt. Mit den neuen Anlagen leistet der Gemeindeverband REAL einen weiteren wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz in der Region Luzern.
Die 2025 in Betrieb genommene Anlage zur Elimination von Mikroverunreinigungen.

Rund 130 geladene Gäste aus Politik, Bau- und Abwasserwirtschaft feierten am Dienstag, 25. November 2025, zusammen mit den Verantwortungsträgern von REAL die Eröffnung der Anlage zur Elimination von Mikroverunreinigungen und der zwei neuen Regenbecken. Vor Ort machten sie sich einen Eindruck von den neuen Anlagen. Gleichzeitig fand die Vernissage für das neueste Werk des Luzerner Künstlerduos QueenKong mit dem Namen «Between the lines III» statt, welches die Besucherinnen und Besucher der ARA Buholz künftig in die Welt des Gewässerschutzes eintauchen lässt.

Mikroverunreinigungen werden mit Aktivkohle entfernt

Seit Sommer 2025 werden auf der ARA Buholz in der vierten Reinigungsstufe Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser entfernt. Diese organischen Spurenstoffe gelangen etwa als Medikamentenrückstände, Pestizide und Reinigungsmittel ins Abwasser. Sie sind bereits in kleinsten Konzentrationen für verschiedene Gewässerlebewesen giftig. «Mit der neuen, vierten Reinigungsstufe leisten wir einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität», erklärt Alexander Kleiner, Bereichsleiter Abwasser bei REAL.

Die Elimination der Mikroverunreinigungen erfolgt mittels granulierter Aktivkohle. Mit ihrer porösen Struktur verfügt granulierte Aktivkohle über eine enorme Oberfläche, an der sich die Mikroverunreinigungen anlagern können. Diesen Vorgang nennt man Adsorption. In den Reaktoren wird eine definierte Kontaktzeit eingehalten, um eine wirksame Adsorption zu gewährleisten. Anschliessend wird die beladene Aktivkohle zusammen mit dem Überschussschlamm aus dem Wasser entfernt und entweder thermisch verwertet oder in spezialisierten Anlagen wieder aufbereitet. Auf diese Weise lassen sich über 90 % der Mikroverunreinigungen eliminieren – ein Wert, der deutlich über dem gesetzlich vorgegebenen Wirkungsgrad von 80 % liegt.

Reinigungsleistung auch unter Extrembedingungen sicherstellen

Mit der Inbetriebnahme zweier neuer Regenbecken konnte ein weiteres grosses Projekt auf der ARA Buholz abgeschlossen werden. Gebaut wurden zwei unterirdische Beckenanlagen mit einem Fassungsvermögen von 2000 und 4000 Kubikmetern, die bei Starkregen, wenn die Kapazität der ARA Buholz erreicht ist, automatisch gefüllt werden. Sobald das Regenereignis vorüber ist, kann das zwischengespeicherte Abwasser kontrolliert in den Zulauf der ARA Buholz abgeleitet werden. Diese Regenbecken sind aus massivem Stahlbeton gebaut, mit modernsten Steuerungssystemen ausgestattet und an das digitale Leitsystem der ARA angebunden. Sensoren überwachen kontinuierlich den Wasserstand und steuern die Pumpen und Schieber so, dass die Rückhaltekapazität optimal genutzt wird.  Den ersten Härtetest haben die Becken während der Niederschlagsereignisse im Herbst bereits bestanden. Die Becken füllten und entleerten sich planmässig, sodass mehr Abwasser in der ARA Buholz gereinigt werden konnte.

Rund 45 Millionen Franken zum Schutz der Gewässer investiert

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 45 Millionen Franken zählen die Anlage zur Elimination von Mikroverunreinigungen und die neuen Regenbecken zu den bedeutendsten Projekten für REAL. «Dank der neuen Anlagen leisten wir einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Schutz der Reuss und zur Verbesserung der Wasserqualität in der Region», freut sich Fabrice Bachmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von REAL. «Die ARA Buholz beweist, dass technischer Fortschritt, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können.»

Download Medienmitteilung und Fotos:

Hinweis: Detaillierte Informationen zu den aktuellen Projekten der ARA Buholz finden Sie in der Informationsbroschüre (November 2025, PDF, 6 MB).

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